Mit der Ehe musst Du als Expatehepaar vorsichtig umgehen

Gemeinsam als Team ist es machbar. Es freut mich sehr, heute einen Gastbeitrag veröffentlichen zu dürfen. Luise Gutsche war bereits zwei Mal mit ihrem Mann im Ausland und erzählt uns von ihren Erfahrungen. Für sie war es entscheidend, mit ihrem Mann als Team aufzutreten und Schwierigkeiten gemeinsam zu meistern. Das hat ihre Ehe stark gemacht und das lässt sie auch ein weiteres Mal mit ihrem Mann ins Ausland gehen.

Ich bin mit meinem Mann 20 Jahre glücklich verheiratet, von diesen 20 Jahren haben wir 8 Jahre gemeinsam im Ausland gelebt und ich habe drei unserer vier Kinder im Ausland auf die Welt gebracht. Im August stehen unsere nächsten gemeinsamen Jahre im Ausland an, Expatehe 3.0. Eine Herausforderung. Eine Challenge. Ein Verlassen aus der Comfortzone. Ein Neustart. Ein Loslassen. Ein Neuorientieren. Ein Abenteuer. Eine Reise. Ein Lernen. 

Ich möchte von meinen Erfahrungen als Expatehefrau berichten und kann jetzt schon sagen, dass unsere Ehe nicht unter den Jahren im Ausland als Expatehepaar gelitten hat, sondern eher das Gegenteil passierte, wir sind noch enger aneinander gewachsen, wir sind als Paar auf uns gestellt gewesen, wir sind durch Dick und Dünn gegangen. Wir wurden zu einem Team! Zu einem verlässlichen Team! 

Meine Ehetypen aus Sicht der Expatfrau

Welche Formen der Ehe gibt es denn? Ich denke, ich kann vier Formen benennen. Einmal die Fernehe. Die Partner leben dauerhaft an unterschiedlichen Orten und können sich nur unregelmäßig sehen. Bei der Wochenendehe, wie der Name schon sagt, sehen sich die Ehepartner nur am Wochenende, also ein Partner pendelt von irgendwoher und hat dort eine kleine Wohnung oder wohnt im Hotel. Dann sehe ich die Klassische Ehe, beide Partner leben am gleichen Ort, in gewohnter Umgebung, sehen sich so gut wie jeden Tag, es stehen vielleicht hin und wieder Dienstreisen an. Und dann ist da die Expatehe. Beide Partner leben gemeinsam im Ausland, in ungewohnter Umgebung, meist gibt ein Partner seinen Job auf, um mit dem Entsandten mitzuziehen. Ich lebe die Klassische Ehe und die Expatehe. Die anderen Optionen kommen für mich nicht in Frage.

Warum entscheide ich mich nicht einfach für die Fernehe?

Das ist sicherlich eine berechtigte Frage! Meine Antwort ist einfach: Weil ich das nicht will! Weil wir das nicht wollen!  Weil wir ein tägliches Eheleben führen wollen! ein Bleiben an Ort und Stelle wäre natürlich nicht so kompliziert für mich, ich könnte meinen Job hier weiter fortführen, die Kinder würden nicht aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen. Jedoch wäre die Abwesenheit des Vaters, des Mannes auch nicht einfach. Also ist es schwierig und für unser Familiengefüge keine Option. Also stürzt du dich in das Modell Expatehe! 

Was ist der Schlüssel einer guten Expatehe?

Nun, da kann ich aus den bisherigen 8 Ehejahren im Ausland berichten und von der zukünftigen Zeit. Grundvoraussetzung bei uns war immer, dass wir beide eine Entsendung wollten und wir beide gemeinsam entschieden haben, ein Abenteuer auf uns zu nehmen. Jung verheiratet ging es für uns nach Italien, wir haben viel geredet und viel geplant. Der Zeitpunkt war richtig und auch der Ort war toll. Wer möchte nicht als junges Ehepaar nach Mailand ziehen und Bella Vita in Italien erleben? Ohne Zwänge, ohne Kinder, ohne viele Verpflichtungen? Dennoch war es so, dass ich meinen Job in Deutschland aufgegeben habe und den erstmal kleinen Karrieresprung meines Mannes mitgemacht habe. Ich hätte ja auch erstmal in Deutschland bleiben können, wollte ich aber nicht, denn wir waren ein gutes, verliebtes und neugieriges Team. Vor Ort habe ich mich umgeschaut nach Arbeitsmöglichkeiten und habe recht schnell in einer Relocation Agentur Fuß gefasst. Und dann kamen weitere Jobs dazu. Ich war Freelancer und fand es herrlich! Natürlich war die Gefahr da, dass ich irgendwann unglücklich werde, aber mein Mann hätte ja auch unglücklich mit seinem neuen Job werden können, weil die Umstellung zu groß, die Aufgaben zu schwierig oder auch eine Form von Heimweh hätte einstellen können. Das Wort Heimweh für Männer ist irgendwie fehl am Platz, gefühlt haben eher Frauen Heimweh. Aber wenn Männer in ihre gewohnte Umgebung zurück möchten, dann ist es eben doch Heimweh und insofern stimmt der Begriff für beide Geschlechter.  

Wir haben schon immer viel geredet und die Dinge von fast allen Seiten beleuchtet, das habe ich so nicht von meinem Zuhause mitgebracht in unsere Ehe, mein Mann umso mehr. Es tat uns aber gut und die Kommunikation zwischen uns hat geholfen, frühzeitig Unstimmigkeiten zu beheben und auch mal Zwischentöne zu erahnen. Manchmal kam dann in Gesprächen heraus, dass ich mal eine Auszeit von Mailand brauchte und ein langes Wochenende zum Karneval nach Deutschland geflogen bin und meine Batterien aufgeladen habe oder mein Mann mit seinen Schulfreunden nach Dänemark fuhr, auch wenn das Geld knapp wurde. Jeder hatte Freiräume und jeder von uns hat sie immer noch. 

Auch die zweite Auslandsentsendung meines Mannes nach Mexiko, in die Millionenmetropole Mexiko-City ware eine gemeinsame Entscheidung. Als Team! Wir hatten dazwischen zu Entsendungen in exotischere Ländern nein gesagt. Diese Freiheiten hatten wir und der Arbeitgeber meines Mannes spielte da auch mit. 

Mexiko war schon eine viel größere Herausforderung als Italien. Was haben wir da richtig gemacht? Wir haben gut geplant. Wir sind sogar 2 mal im Vorfeld nach Mexiko-City geflogen, weil wir beim ersten mal kein geeignetes Haus gefunden haben. Mein Mann wollte sicher gehen, dass die Bleibe, die wir finden, mir auch gefällt und ich mich mit den mittlerweile zwei kleinen Kindern dort wohl fühle. Wir nahmen den Aufwand auf uns und flogen noch mal hin. Die Schwiegereltern kamen zum zweiten mal mit und hüteten die Kinder. Aber es hat sich gelohnt, wir haben wunderschöne Jahre in einem tollen Haus gelebt, was wir zusammen ausgesucht hatten. Als Team. Rückblickend muss ich auch klar sagen, dass mein Mann alles daran gesetzt hat, dass ich mich wohl fühle. 

Einmal heulte ich vor totaler Überforderung mit den Kindern, heulte über meine Unfähigkeit mit Emma, unserer mexikanischen Haushilfe, richtig kommunizieren zu können, da mein Spanisch noch zu schlecht war. Und dann lief die Waschmaschine voller wunderschöner Kleidung meiner Kinder über und überall war Schaum. An sich ja nicht schlimm, jedoch lief mein Fass über und ich rief meinen Mann im Büro an und machte ihm unmissverständlich klar, dass er jetzt und sofort nach Hause zu kommen hatte. Er konnte aber nicht, zu viele wichtige Termine. Ich kochte. Er sagte, er würde mir einen Fahrer schicken. Noch schlimmer – dachte ich. Aber Alfredo war ein Engel, krempelte sich das Hemd hoch, fasste beherzt in die schäumende Waschmaschine und ich starr neben dran. Ich war unfähig für irgendetwas. Alfredo brachte mich zum Lachen, wir hatten seitdem ein besonderes Verhältnis, weil er wahrscheinlich die Señora vom Finanzvorstand so erlebt hat und ich es zugelassen hatte. 
Auch wenn mein Mann mir nicht die Wäsche aus der Trommel gezogen hat, er hat Hilfe geholt für die blöde Wäsche und einen hysterischen Anruf seiner Frau nicht als trivial abgetan. Und danach hatte ich die wohl teuerste Miele Waschmaschine in meinem Haus, Import aus Deutschland. Und die amerikanische Toploader Waschmaschine hatte das Zeitliche bei mir gesegnet! 

Es ist ja eigentlich eine Geschichte, die anderen Müttern, die nicht in der Ferne leben, auch passiert. Aber die Ferne macht es Besonders, du kämpfst sowieso mit allem Neuen und dann ist eben doch die Wäsche zentral. Genau in solchen Momenten muss die Expatehe funktionieren und die Hilfe und das Verständnis für den anderen muss vorhanden sein. Dabei ist das Erkennen der Notwendigkeit das Besondere. Und da komme ich wieder auf den Teamgedanken. 

Fahrrad aus Gau-Algesheim und der Lillifee Koffer

Die Notwendigkeit für das Besondere zeigte sich auch, dass ich meinem Mann dazu überreden konnte, bei einem Trip nach Deutschland vom Fahrradladen Schön in Gau-Algesheim unserem 5 jährigen Sohn ein Fahrrad nach Mexiko mitzubringen! Also rief ich dort an. Großes Erstaunen am anderen Ende der Leitung. Das Fahrrad wurde liebevoll für den Transkontinentalflug verpackt, beim Check-in wurde geschmunzelt, denn neben dem großen Paket und dem Businesskoffer meines Mannes stand der rosafarbene Lillifee Rollkoffer für unsere 3 jährige Tochter. Peinlich war das meinem Mann keine Spur, denn für ihn stand und steht an oberster Stelle, dass alle glücklich sind. Sohnemann hatte sein erstes Fahrrad mit Rücktritt und unsere Tochter endlich den Rollkoffer, den die Mama so schön fand, ich gebe es zu! 

Das Besondere an der Expatehe

Ich glaube, dass ich in Italien und in Mexiko mehr herumgereist bin und Städtereisen unternommen habe, als in meiner Heimat Deutschland. Wir sind beide gerne und viel auf Entdeckung gegangen. Wir haben Land und Leute kennengelernt, wir habe viel Kultur und Geschichte erleben, haben von Bräuchen und Sitten erfahren und sind eingetaucht in die Traditionen und Regionalitäten.  Und wir haben viel gekocht und Restaurants besucht. In diesen Jahren haben wir viele Erinnerungen geschaffen in der Zweisamkeit und als Expatfamilie. Immer wieder sitzen wir zusammen und erzählen von alldem und dann kommt der bekannte Satz: Weißt du noch ….? Gerade die Kinder sitzen dann mit gespitzten Ohren neben uns und wollen immer mehr erfahren. Dies ist sicherlich nichts Expatehe Spezifisches, andere Familien machen das auch, aber vielleicht sind die Geschichten aus dem Leben im Ausland doch etwas anders. Ich bin zumindest nicht in Deutschland von der Dame in der Reinigung mit Señora Gucci angesprochen worden, denn die italienischen Damen konnte den Namen Gutsche nun wirklich nicht aussprechen. Ich hörte gerne den Namen Gucci – ich fühlte mich großartig! 

Expatehe und Karriere

Ja, ich bin mit meinem Mann ins Ausland gegangen und habe hier meinen Job aufgegeben, das ist mir nicht besonders schwer gefallen, er war ok, aber mehr auch nicht. Jedoch hätte ich ihn als Sprungbrett für mehr sehen können. Habe ich aber nicht. Ich war neugierig auf anderes und auf der Suche. Ich bereue da nichts. Ein guter Job, der mit viel Anerkennung verbunden ist und auch noch ein gutes Polster bei der Bank schafft, ist sicherlich erstrebenswert und ich kann sagen, dass ich sicherlich etwas anders geworden wäre als Fotografin und Bloggerin und Expatfrau und Expatmutter, aber ob ich damit glücklich geworden wäre? Ja, das steht in den Sternen. Und darüber nachzudenken ist sicher müßig. Wichtig ist, dass Du als Expatfrau mit der Entscheidung, mit Deinem Mann ins Ausland zu gehen voll und ganz einverstanden bis ohne Zweifel und ohne komisches Bauchgefühl. Ich hätte wahrscheinlich nie den Dreh bekommen aus meiner Leidenschaft einen Beruf zu machen und aus meiner Freude am Schreiben einen eigenen Blog zu entwickeln. Fotografin und Bloggerin. Und nicht mehr aktive Diplom Volkswirtin. Ich liebe diese Freiheit, die mir wiederum von meinem Mann getragen wird und er mich zu vielen Projekten ermutigt hat. Ich habe ja auch noch den Beruf als Mutter. Vier Kinder glücklich zu machen ist eine Lebensaufgabe und jedes unserer Kinder hat seine Welt, in der es glücklich werden soll. Dafür bin ich im kleinen Täglichen gerne und immer da und im Großen und Richtungsweisenden sind wir beide als Team da. Und wenn unsere Kinder irgendwann alle aus dem Haus sind und ihren Hafen gefunden haben, dann kann ich sagen: Ich habe meinen Job gut gemacht, wir haben unseren Job gut gemacht. In Rente gehst Du wahrscheinlich allerdings nie! Und das ist sicherlich auch das Besondere, wenn Du den Vollzeitjob als Mutter, als Eltern annimmst, zur Ruhe setzen gibt es hier nicht! 

Mit der Ehe musst du als Expatehepaar vorsichtig umgehen

Ich glaube, dass ich nach 8 Jahren Expatehe viel Erfahrungen gesammelt habe und die Vorraussetzungen, Notwendigkeiten, Gefahren, Konsequenzen und das Besondere kenne. 

Vor 2 1/2 Jahren habe ich zu einer weiteren Entsendung meines Mannes ein klares Nein verkündet, es war nicht der richtige Zeitpunkt, ich hatte andere Baustellen. Diese Haltung hat sich vor gut einem Jahr geändert als mein Mann wiederholt gefragt wurde. Das Leben ist ständig in Bewegung, Koordinaten werden neu ausgerichtet und das Familienleben ändert sich.  Einschneidend war sicherlich, dass unser ältesten Sohn in ein Internat nach Schottland ging und er plötzlich aus eigenem Willen von einem Jahr auf vier Jahre dort aufstockte und er somit am Familienalltag nicht mehr teilnehmen konnte. Dieses Internat ist genau sein Ding, das erkannten wir, und er ist – das kann ich nach 18 Monaten dort – ein richtig toller Kerl und Kumpel geworden! Bin sehr stolz!

Bei einer Flasche Wein am Abend entschieden wir uns, ein neues und wahrscheinlich letztes Abenteuer zu wagen und nun steht Expatehe 3.0 auf dem Programm. Wir wissen, dass wir damit vorsichtig umgehen müssen, denn, auch wenn du aus einem fundierten Erfahrungsschatz schöpfst, ist Asien mit Sicherheit nicht immer leicht. Definitiv kann ich jetzt schon in der Vorbereitung auf 3.0 sagen, dass eine Entsendung ins Ausland mit großen Kindern eine weitaus größere Herausforderung als Ehepaar ist als mit keinen Kindern oder mit Kleinkindern. 

Wir stürzen uns hinein und ich werde stetig weiter berichten von Land und Leuten, Kultur und Geschichte von meinem Dasein als Expatmutter, Fotografin und als Expatehefrau. Da ich einen Plan habe, was ich dort machen möchte, nämlich Fotografieren und Schreiben, ist die Gefahr, einen Expatblues zu bekommen, gering. Und wenn es dann doch so ist, muss die Auszeit in Deutschland her und meine 3 Schwestern oder meine Mädels treffen und die Batterien auftanken. Und da bin ich mir sicher, dass mein Mann das versteht! 

Das klingt gut, oder? Entscheidungen miteinander treffen, die Situation des Anderen wahr- und ernst nehmen und sich auch wechselseitig vom Partner beeinflussen zu lassen, das alles sind Punkte, die ebenfalls auf der Ehe-Glücks-Liste von Gottman stehen.

Luise Gutsche berichtet auf http://www.shanghai-calling.de von der Entsendung nach China. Sie freut sich sicher über Besucher auf ihrer Seite.

Habt einen schönen Tag,

Lilli

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Wie fühlst du dich geliebt?

Valentinstags-Liebes-Special

Als ich meinen Sohn gestern vom Kindergarten abholte, hing an der Tür ein großes Plakat mit der Überschrift: „How do you feel loved?“. Darunter waren alle Kinder der Gruppe aufgelistet mit ihren entsprechenden Antworten.

Mary – they give me a kiss and say bye

Tom – when people hug me

George – when mommy, daddy and my sister are nice

Joshua – I dont know

Marshall – when mommy gives me a medicine when I am sick

Jane – hugs and kisses

Skylar – becouse Jesus is in my heart

Sveta – when they play with me

Barret – hugs and kisses

Hudson – when mommy just spends time with me

Alex – good

Ciara – my mommy  

Rebecca – just kissing

William – I love you

Norah – when people kiss me

Und was sagte mein Sohn? „Make food“

Und wieder geht es um Kommunikation. Wie verstehe ich, dass ich geliebt bin? Wie vermittele ich meinem Partner, dass ich ihn liebe?

Sicher habt ihr schon von den fünf Sprachen der Liebe von Dr. Gary Chapman gehört. Er beschreibt, dass wir alle auf eine bestimmte unvergleichliche Art und Weise Liebe ausdrücken und wahrnehmen. Er hat fünf „Sprachen“ herausgearbeitet, denen man den individuellen Ausdruck von Liebe zuordnen kann. Teilweise kann man sie an den Antworten der Kinder ablesen:

Lob und Anerkennung – meinem Partner sagen, was er gut gemacht hat

Zweisamkeit – Zeit mit meinem Partner verbringen, z.B. shoppen gehen, einen Film schauen oder gemeinsam im Garten arbeiten

Geschenke – die müssen aber von Herzen kommen

Helfen – Eis kratzen am Morgen, die Küche aufräumen, Papierkram erledigen etc.

Zärtlichkeit – ihr wisst schon… aber auch einfach mal zwischendurch in den Arm nehmen, über den Rücken streicheln oder einfach ein verliebtes Lächeln

Ist dir schon mal aufgefallen, dass du auf eines davon besonders reagierst? Oder dass du dich abmühst, deine Liebe zeigst und dein Partner zieht irgendwie nicht richtig mit? Oder hast du dir schon mal anhören müssen, was dein Partner alles für dich tut und du merkst es nicht und nörgelst immer noch rum? Vielleicht ist es an der Zeit, sich mal genauer anzuschauen, welche Liebessprachen ihr sprecht.

Wenn du herausfinden möchtest, welche Sprache ihr sprecht, können folgende Fragen helfen:

Worüber freue ich mich am meisten, wenn mein Partner es tut?

Woran merke ich, dass mein Partner mich liebt?

Wünsche ich mir etwas, das in der Partnerschaft meiner Meinung nach zu kurz kommt? Was fehlt mir am meisten?

Welche Liebessprache wurde in meiner Familie gesprochen?

Wie haben meine Eltern mir ihre Liebe gezeigt?

Wie haben meine Schwiegereltern meinem Partner ihre Liebe gezeigt?

Gerade über das Herkunftsfamilien-Thema kann man Unterschiede in der Liebessprache feststellen. Vieles von dem, wie wir Aufmerksamkeit wahrnehmen und schenken, wurde ja bekanntlich in der Kindheit geprägt. Im Prinzip sind das alles Aufmerksamkeiten, die wir unserem Partner schenken. Nur: die eine versteht er vielleicht besser, als die andere. 

Nun gibt es die Auffassung, dass der Liebestank immer gefüllt sein muss und gefüllt würde er eben über die Sprache, die ich am besten spreche. Das wäre schade für die Paare, die unterschiedliche Sprachen sprechen. Ich denke mal, dazu gehören viele. Es gibt einige Menschen, die ganz intuitiv perfekt auf ihren Partner eingehen, aber das ist mir persönlich bisher eher selten begegnet. Bedeutet das, dass die Paare, die unterschiedliche Sprachen sprechen, das Nachsehen haben?

Natürlich ist es einfacher, zu spüren, dass mein Partner mich liebt, wenn er immer das macht, was mir besonders gut gefällt. Aber je nachdem, wie drastisch man den letzten Satz formuliert, kann man schon ahnen, dass die Erwartungshaltung dahinter illusorisch sein muss. Ich kann nicht ernsthaft erwarten, dass ein Mensch, der in komplett anderen Zusammenhängen aufgewachsen ist, meinen Bedürfnissen immer entspricht. Das bringt das Leben einfach nicht mit.

Was kann ich also tun? Ich kann herausfinden, wie mein Partner versteht, das ich ihn Liebe und ich kann ihn mit einer Liebes-Offensive überraschen. Und ich kann herausfinden, wie er mir seine Liebe versucht zu zeigen und es annehmen. Es ist ein bisschen wie eine Fremdsprache zu lernen. Am Anfang muss man viel hinhören, aber nach und nach findet man hinein. Und es gibt sogar Menschen, die irgendwann anfangen, in der Fremdsprache zu träumen.

Ich kann dieses Wissen auch einfach mal als Gesprächsanlass nehmen und wir können uns gemeinsam auf Entdeckungsreise begeben und überlegen, wie wir das Leben füreinander schöner machen können. Vielleicht wird die Fremdsprache sich nie so homogen anfühlen wie die Muttersprache, aber sie sorgt doch für ein tieferes Verstehen  und mehr Nähe.

Habt ihr schon herausgefunden, welche Liebessprache ihr sprecht? Das Gefühl, man strenge sich an, aber der Partner würde es nicht wahrnehmen, könnte in dem unterschiedlichen Ausdruck von Zuneigung begründet sein.

Hier sind ein paar Varianten aus dem Leben gegriffen:

– Das Lieblingsessen kochen (funktioniert hier super, irgendwie scheint mein Sohn schon darauf geeicht zu sein, süß oder?)

– Einen Film raussuchen und schon mal speichern, für den Heimkinoabend (Mein Mann macht das. Ich hab mich zuerst darüber geärgert und gedacht, was macht er denn jetzt schon wieder die ganze Zeit am Computer rum, bis ich gemerkt habe, dass er eine ganze Liste von Filmen gespeichert hat, die ich mögen müsste und mit denen er mich abends überrascht.)

– Zwischendrin einfach mal umarmen (Erwarte ich komischerweise von meinem Mann, mache es aber nicht selbst, kann ich ja auch mal ändern.)

– Loben (Könnte ich häufiger machen, wurde irgendwann mal angemerkt.)

– Aufräumen/ Ordnung halten (Ist ein extremer Liebesbeweis meinerseits, wenn ich versuche, bei drei kleinen Kindern das Haus abends halbwegs vorzeigbar zu haben. Klappt auch nicht immer.)

– Statt Rotwein einen Sekt aufmachen und mittrinken (Das finde ich super!)

Wahrscheinlich kennt ihr das alles schon. Aber manchmal ist es ja auch nicht schlecht, an Altbekanntes neu erinnert zu werden. Und: Hey, es ist Valentinstag! Wir haben allen Grund, ein wenig romantisch zu werden. Demnächst gibt’s wieder mehr Forschung, versprochen! Oder mögt ihr die Ratschläge?

Habt einen schönen Tag,

Lilli

Miteinander reden, wenn die Zeit dazu fehlt

Liest man Eheratgeber, so scheinen die Aspekte „Zeit miteinander verbringen“ und „miteinander reden“ die entscheidenden Schlüssel zu einer erfolgreichen Ehe zu sein. „Miteinander reden“ wird häufig noch unterteilt in „aktives Zuhören“ und „gewaltfreie Kommunikation“ oder „Kommunikationstechniken zur Konfliktbewältigung“. Doch genau das sind ja die Knackpunkte in einer Ehe, in der mindestens ein Partner viel arbeitet und selten verfügbar ist (z.B. Führungskräfte, aber auch sozial oder kirchlich ehrenamtlich sehr engagierte Personen). Wenn noch Stress für beide Partner hinzukommt, wie zum Beispiel bei einer Entsendung ins Ausland, kann es dazu führen, dass die wenige Zeit, die man zur Verfügung hat, eher zur Verschärfung der Konflikte beiträgt.

Genau das waren die Fragen, die mich dazu bewegt hatten, mich überhaupt umzusehen, wie andere es denn machen und was es an Möglichkeiten für die Stärkung der Ehe gibt, jenseits dieser beiden Ratschläge. Mehr Zeit miteinander zu verbringen ist schlichtweg nicht machbar und miteinander zu reden ist vor dem Hintergrund auch ein gut gemeinter, aber oft nicht wirklich hilfreicher Hinweis.

Ich war fast schon erleichtert, zu lesen, dass auch John M. Gottman das aktive Zuhören und die Kommunikationstechniken zur Konfliktbewältigung als nicht ausschlaggebend für den Erhalt der Ehe bezeichnete.* Zumindest fühlte ich mich verstanden und fand eine Bestätigung für meine persönliche Wahrnehmung.

Dazu finde ich es wichtig, zu wissen, dass Carl Rogers das aktive Zuhören zunächst für die klientenzentrierte Psychotherapie beschrieben hat. Es soll die Basis des Gesprächs zwischen Therapeut und Klient bilden. Wie kann ich aber in einem Ehekonflikt, in dem ich maximal persönlich betroffen bin, die nötige Distanz wahren, um ganz sachlich die Ich-Botschaft meines Gegenübers wahrzunehmen. Das verlangt ziemliche Anstrengungen der Gedanken und Emotionen, während ich doch selbst ein Teil des Konfliktes bin.

Sicherlich ist es schön und hilfreich, wenn man lernt, Ich-Botschaften zu senden, im Streit verständnisvoller zu sein und eher lösungsorientiert zu streiten. Aber es ist an sich schon eine hohe Kunst, die umso schwieriger wird, je mehr man emotional beteiligt ist und je weniger stressfreie Zeit man miteinander verbringt.

Im Referendariat mussten wir in Rollenspielen das aktive Zuhören üben. Vielleicht war das der Grund, warum ich dieser Methode so skeptisch gegenüber stand. Wichtigster Aspekt der Übung war es, mit eigenen Worten das Gesagte des Gegenübers zu formulieren und zurückzuspielen. Mit einem Abstand als Therapeut mag mir das vielleicht gelingen, aber schon in einem einfachen Eltern-Lehrer-Konflikt kommen beiden Parteien die Emotionen in die Quere. Ich habe großen Respekt allen gegenüber, die diese Methode sinnvoll in ihrer Ehe einsetzen können! Aber als Allheilmittel wage ich die Wirkung doch zu bezweifeln.

Ein Aspekt allerdings scheint mir an der Vorgehensweise von Rogers ausschlaggebend zu sein. Dieser Aspekt ist in der Lehramtsausbildung wohl an mir vorbeigegangen. Rogers beschreibt das aktive Zuhören nicht als Methode, sondern als Haltung. Wichtiger als das Wiederholen des Gesagten und das Zurückspielen, ist ihm die Haltung gegenüber seinem Gesprächspartner.

Wichtig sind für Rogers drei Aspekte:

  1. Eine empathische und offene Grundhaltung
  2. Ein authentisches und kongruentes Auftreten
  3. Die Akzeptanz und positive Beachtung der anderen Person

Die Haltung ist es, die den bedeutenden Unterschied in Rogers Methode gemacht hat. Das war das eigentlich revolutionäre, das er in die Gesprächstherapie eingebracht hat: Dem Gesprächspartner grundsätzlich offen und empathisch gegenüber zu sein, sowie die Person positiv zu beachten und zu akzeptieren und selbst ehrlich und authentisch aufzutreten. Das klingt für mich ganz anders als ein systemisches Wiedergeben von bereits Gesagtem. Vor diesem Hintergrund macht auch das Einüben von Ich-Botschaften Sinn.   

Für das grundlegende Problem „wenig Zeit zum Reden“ ergibt sich daraus: Wenn ich an der Stellschraube „Zeit“ nichts ändern kann, kann ich an dem „Wie“ vielleicht etwas ändern. Ich kann als erstes meine Haltung reflektieren: Trete ich meinem Partner verstehend, einfühlsam und offen gegenüber? Wird an meiner Art zu reden sichtbar, dass ich meinen Partner akzeptiere und positiv beachte? Bin ich ehrlich in dem, was ich sage?

Vielleicht wäre manchmal die Reflexion der Haltungen, die hinter dem Gesagten stehen, sinnvoller als das Einüben von Kommunikationsregeln. Was vermittele ich meinem Partner durch mein Verhalten und mein Reden? Kann er aus meinen Bewegungen schließen, dass ich ihm immer noch zugetan bin, ihn bewundere und respektiere? Oder muss er aus meinem Verhalten schließen, dass ich innerlich auf Distanz gegangen bin?  

Dass hinter dem Einüben von Kommunikationsregeln eigentlich die Haltung dem Gesprächspartner gegenüber viel wichtiger ist, scheint nicht nur mir, sondern auch Gottman entgangen zu sein. Er ist der Meinung, das Einüben von Kommunikationsregeln habe keinerlei Auswirkung auf den Erhalt der Ehe, wohl aber die Haltung, mit welcher beide Partner in Interaktion treten. Ein ganzes Kapitel widmet er der Haltung der Ehepartner, auch wenn er es anders nennt. Es ist sogar das zweite seiner Geheimnisse für eine glückliche Ehe: die Zuneigung und Bewunderung, die beide Partner füreinander pflegen. Er verlangt damit sogar noch mehr, als Rogers es getan hat – aber hier geht es schließlich auch um eine Ehe und nicht um ein Therapeutengespräch.

Habt einen schönen Tag!

Lilli

*John M. Gottman: Die 7 Geheimnisse der glücklichen Ehe, 2017, S. 18ff.

Den Partner und sich selbst kennen

„Es gibt nur wenige bedeutendere Geschenke, die Partner einander machen können, als die Freude, sich verstanden und angenommen zu fühlen.“ (John M. Gottman: Die 7 Geheimnisse der glücklichen Ehe, 2017, S. 70)

Gottmans erster Schlüssel zu einer glücklichen Ehe liegt darin, den Ehepartner genau zu kennen. Auch ich möchte gekannt und erkannt werden. Das klingt zunächst nicht so kompliziert. Wenn man genauer hinschaut, ist es aber nicht ganz so einfach. Was ist denn wichtig für mich? Was ist denn wichtig für meinen Partner? Weiß ich, was mich/ was meinen Partner geprägt hat? Hat sich vielleicht seit der Zeit, in der wir uns kennen gelernt haben, etwas verändert? Ereignisse, welche Menschen verändern können, sind beispielsweise die Geburt eines Kindes, der Umzug in ein anderes Land oder der Wechsel in eine andere Branche. Gerade als Expat-Paar nimmt man manchmal gleich alle drei Ereignisse auf einmal mit. Umso wichtiger ist es, sich selbst, aber auch dem Partner gegenüber aufmerksam zu sein. Wenn man den Partner und sich selbst in diesen Veränderungen aufmerksam wahrnimmt, kann man diese Veränderungen gemeinsam erleben und auch innerlich beieinander bleiben.

Einige Fragen könnten helfen, diesen Punkt genauer abzuklären:

1. Triumphe und Kämpfe der Vergangenheit: Worin bestehen meine größten Triumphe und Kämpfe? Worauf in meinem Leben bin ich besonders stolz? Welche Durststrecken musste ich bewältigen? Wie hat beides mein Leben beeinflusst? Wie hat beides mein Bild über mich selbst beeinflusst? Welche Rolle spielt Stolz in unserer Ehe? Wie zeigen wir uns, dass wir stolz aufeinander sind? Möchtest du überhaupt, dass ich diese Aspekte deiner Vergangenheit kenne? Möchte ich, dass du diese Aspekte kennst?

2. Gefühlswelt: Wie wurden in meiner Ursprungsfamilie Gefühle gezeigt? Wie werden in der Familie meines Mannes Gefühle gezeigt? Gibt es Unterschiede? Welche Folgen haben die Unterschiede?

3. Wer möchte ich werden: Wie wäre ich gerne? Wie wärest du gerne? Wie können wir uns dabei unterstützen, der Mensch zu werden, der wir gerne wären?

Das sind eher allgemeine Fragen, um sich als Paar ganz grundsätzlich (neu) kennen zu lernen. Über diese grundsätzlichen Themen haben wir als Paar eigentlich schon ganz viel geredet. Schwieriger finde ich es, in Umbruch-Situationen die Verbindung zu mir selbst zu haben, um zu wissen, was ich überhaupt kommunizieren kann. Vielleicht kann ich ja die grundsätzlichen Orientierungsfragen auch für meine Expat-Situation verwenden?

1. Derzeitige Triumphe und Kämpfe: Worin bestehen meine derzeitigen Kämpfe? Was fällt mir besonders schwer? Welche Triumphe kann ich bereits feiern? Worauf bin ich gerade richtig stolz? Beeinflusst beides mein Bild über mich? Beeinflusst beides gerade mein Leben grundsätzlich? Kann ich zeigen, dass ich stolz auf etwas bin? Wird es gesehen? Wird meine Sicht auf meine Vergangenheit beeinflusst?

Kann ich diese Fragen für meinen Partner beantworten? Worin bestehen derzeit seine größten Kämpfe? Was fällt ihm besonders schwer? Welche Triumphe kann er bereits feiern? Worauf ist er gerade richtig stolz? Wie zeigt er, dass er stolz ist? Habe ich es gewürdigt? Beeinflussen seine Erfolge sein Bild über sich? Wird sein Leben gerade grundsätzlich beeinflusst? Haben die derzeitige Triumphe und Kämpfe so eine große Kraft, dass sie seine Sicht auf die Vergangenheit ändern?

2. Gefühlswelt: Unter Stress tendieren viele Menschen dazu, in ihrem ganz eigenen Ausdruck von Gefühlen extremer zu werden. Manchmal weicht die Art und Weise, wie Gefühle ausgedrückt werden, auch ziemlich von dem ab, wie ein Mensch unter entspannten Bedingungen reagieren würde. Dass die Expat-Situation an sich Stress bedeutet, ist bereits hinlänglich bekannt. Welche Reaktionen, die ich zeige, sind auf meine Expat-Situation zurückzuführen? Zeige ich meine Gefühle anders, als ich es vorher getan habe? Welche Gefühle sind derzeit vorherrschend? Kann ich meine Gefühle benennen? Wie beeinflussen meine Gefühle meinen Umgang mit alltäglichen Situationen? Welche Reaktionen wünsche ich mir von meinem Partner, wenn ich meine Gefühle ausdrücke?

Auf meinen Partner bezogen: Wie drückt mein Partner derzeit vorrangig seine Gefühle aus? Welche Gefühle sind bei meinem Partner vorherrschend? Welche Reaktionen sind auf die Expat-Situation zurückzuführen? Inwiefern hat sich sein Ausdruck von Gefühlen verändert? Welche Reaktionen wünscht sich mein Partner, wenn er seine Gefühle ausdrückt?

3. Wer möchte ich werden: Gerade wenn man alle sozialen Kontakt räumlich aufgibt und in ganz neue Kontexte eintaucht, hat man die Chance, sich selbst neu zu erfinden. Wie wäre ich gerne? Gibt es etwas, das ich bisher nicht gelebt habe, aber gerne ausprobieren würde? Welche Träume hatte ich mal? Kann ich davon etwas jetzt verwirklichen?

Auf meinen Partner bezogen: Wie wärest du gerne? Gibt es Wünsche, die du hattest, aber bisher nicht leben konntest? Tun sich in dieser Situation vielleicht Chancen auf, sich nicht nur beruflich, sondern auch in anderen Bereichen zu entwickeln? Wie können wir uns dabei unterstützen, der Mensch zu werden, der wir gerne wären?

Schwierig finde ich an diesem ganzen Punkt mit der Partner-Landkarte, mir selbst über meine Gefühlswelt, meine Wünsche und Hoffnungen klar zu werden. Die Frage „Was ist denn los?“ ist manchmal gar nicht so einfach zu beantworten. Ebenso finde ich es schwierig, mit der Unsicherheit meines Partners umzugehen, vor allem, wenn ich uns beide bisher eigentlich eher als entschieden und klar erlebt habe (Ok, Schatz, ich nicht immer so ganz ;-). Aber schon die Unsicherheit zuzulassen und auszuhalten ist ein Schritt, der zu mehr Zufriedenheit führt. Wir müssen nicht so sein und so reagieren wie immer. Wir dürfen uns verändern und es aushalten, auch mal nicht zu wissen, was los ist. Was sich aber bereits abzeichnet: Achtsam zu sein für meine Ehe bedeutet auch, achtsam zu sein für mich. Mein Partner kann von mir nur das kennen, was ich raus lasse. Und vielleicht lässt er nur dann etwas raus, wenn ich die richtigen Fragen stelle und aufmerksam bin?

Laut Gottman lohnt es sich, Aufmerksamkeit und Achtsamkeit einzuüben: „Je mehr Sie voneinander wissen und verstehen, desto leichter ist es, den Kontakt zueinander zu bewahren, wenn es um Sie herum einmal stürmt.“ (John M. Gottman: Die 7 Geheimnisse der glücklichen Ehe, 2017, S. 68f.) Aber wer weiß, vielleicht gehört Ihr ja zu den Paaren, denen dieser Punkt in den Schoß fällt? Ich würde es Euch wünschen!

Habt einen schönen Tag!

Eure Lilli

Expat-Blues und die Partner-Landkarte (Tipp Nr. 1)

Auf einmal ist alles leergefegt. Mein ganzer Kopf. Und nur mein Herz schlägt wie verrückt. Ich hab den Expat-Blues. Den „Ich will hier weg, weiß aber nicht wohin“-Blues. Er hat sich leise eingeschlichen und will jetzt hier wohnen. Überforderung kann man es auch nennen. Mir fehlt die Zeit zum Ich-Sein. Ständig ist irgendwer krank, jault irgendwer, und ständig gibt es niemanden sonst, der das hier regeln kann. In so viele Richtungen muss ich rennen und hier etwas richten und da etwas nachsehen. Ich frage mich aber, wo ist meine Richtung?

Vogelschwarm im Baum

Es gibt so einfache Fragen, um das herauszufinden: Wenn du auf dem Sterbebett liegst, auf was möchtest du dann zurückblicken? Wenn du alles Geld der Welt hättest und nicht arbeiten müsstest, was würdest du dann tun? Wobei fühlst du dich leicht und frei? Ich weiß es nicht. Nichts davon kann ich beantworten. Leicht und frei fühle ich mich, wenn ich alleine bin, und endlich, endlich keiner jault und irgendwas will. Wenn ich auf dem Sterbebett liege, schließe ich die Augen, und schlafe lange und tief. Arbeiten muss ich nicht. Zumindest nicht für Geld. Dafür aber für Zufriedenheit. Für die Zufriedenheit meiner Kinder zum Beispiel. Oder für die Zufriedenheit meines Mannes, meine ich zumindest immer dann, wenn mich der Expat-Blues packt. Und ich, ich bin zufrieden, wenn alle anderen es sind. Dann schnaufe ich zumindest mal einmal tief durch.

Klingt nicht gut, oder? Irgendwie bedauernswert. Ich will nicht bedauert werden. Stolz will ich meine Wunden davon tragen und in der Einsamkeit lecken und heilen lassen. Ich habe keine Lust mehr auf mein „Ich schaffe das schon“-Hochgefühl. Ich will nicht mehr alles schaffen. Ich will mich in einen schönen Teeladen setzen und einen leckeren Tee trinken. Oder eine heiße Schokolade. Und mein Herz wärmen lassen. Aber Teeläden gibt es hier nicht. Und die heiße Schokolade wird einfach mit Wasser aufgegossen.

Jetzt weiß ich zumindest, warum ich meinen Mann so angeblafft habe. Das hatte nichts mit uns zu tun, sondern mit mir und meinem inneren Chaos. Es war noch nicht mal ein Moment der Wahrheit, wie Jonna ihn hier beschrieben hat. Es war einfach nur Leere im Kopf und Chaos im Herzen. Das war gestern. Und meinen Moment der Wahrheit habe ich erst heute.

Aber eigentlich sollte es ja jetzt mit Gottmans Ehe-Glücks-Geheimnissen losgehen. Der erste von Gottmans Schlüsseln zu einer glücklichen Partnerschaft lautet: „Bringen Sie ihre Partner-Landkarte auf den neuesten Stand“. Das bedeutet, dass beide Partner sich gegenseitig wirklich kennen sollen. Sie sollen möglichst viele Details voneinander kennen und im Alltag berücksichtigen. Gottman beschreibt, dass es viele Ehepaare gibt, die eigentlich nur wenig über einander wissen. Dieses Wissen sei aber die Grundlage einander lieben zu können. Da Menschen sich verändern, ist es für die Beziehung unabdingbar, das Wissen übereinander immer wieder aufzufrischen. Das bedeutet für mich: ich will mir merken, was mein Partner mir erzählt und es dadurch, dass ich es mir merke, wertschätzen. Das fällt mir nicht leicht, ist mein Hirn doch eigentlich nicht so sehr für Details geschaffen. Mein Ausweg aus meinem Detail-Problem war bisher, einfach selbst großzügig zu sein, wenn mein Partner Details, die mich betreffen, vergisst. Ich denke, ich werde es in diesem Jahr an dieser Stelle etwas genauer nehmen und meine Merkfähigkeit trainieren. Mal sehen, was es bringt.

Die andere Seite an diesem Punkt ist, dass ich meinen Partner auf den neuesten Stand bringe, was mich betrifft. Auch das finde ich nicht einfach. Gerade das Expat-Leben besteht aus vielen Veränderungen. Ich verändere mich mit. Ich erlebe und durchlebe unglaublich viele erste Male. Wenn ich meinen Partner auf den neuesten Stand bringen möchte, geht es ja nicht nur um die Lieblingsfarbe. Wichtig ist mir nicht nur, was ich erlebe, sondern wie ich es erlebe und wie es mir dabei geht. Manchmal brauche ich eine Weile, um zu verstehen, was mit mir gerade passiert. Ich brauche etwas Abstand und muss erst reflektieren, was in mir vorgeht, wenn ich meinen Partner daran teilhaben lassen will. Klar kann ich ihm auch mein ganzes Gefühlschaos vor die Füße werfen, er ist schon in der Lage damit umzugehen, aber wirklich hilfreich ist es nicht. Zu schnell werden Anschuldigungen daraus, die eigentlich ganz anders verpackt und adressiert werden müssten.

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Ich finde ihn spannend, den ersten Ehe-Tipp von Gottman. Ich werde mal testen, was mein Mann so über mich weiß und mir überlegen, was er wirklich wissen sollte. Und: mir scheint dieser Punkt gerade in einer Expatehe wichtig zu sein, wenn ohnehin so viel im Umbruch ist.

Was meinst du?

Habt einen schönen Tag!

Lilli

2019 – das Jahr der Ehe?

Fast alles in unserem Leben ist auf Optimierung ausgerichtet. Vor allem im Beruf, der ja einen Großteil der zur Verfügung stehenden Zeit in Anspruch nimmt, muss ständig optimiert werden: Ressourcen sollen besser genutzt werden, es muss umstrukturiert werden und, falls alles wunderbar läuft, werden die Ziele einfach höher gesteckt. Klar spricht man auch immer wieder von Work-Life-Balance, aber im Grunde genommen ist schneller, höher und besser notwendig, um im Konkurrenzkampf zu bestehen.

Warum fällt uns das nicht in Bezug auf unsere Ehe ein? Die Ehe läuft häufig nebenher, meistens so lange, bis man merkt, dass etwas gewaltig in Schieflage geraten ist. Oft werden Investitionen in die Ehe erst dann getätigt, wenn es spät oder zu spät ist.

Wie wäre es, wenn man es gar nicht so weit kommen lässt? Wie wäre es, wenn man von dem Standpunkt aus, auf dem man steht, einfach mal schaut, was so drin ist in der Ehe, wenn man in sie investiert?

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Der Blick in die Forschungsergebnisse im letzten Jahr hat mir gezeigt, wie fragil die Ehe eigentlich ist. Darum möchte ich dieses Jahr zum Ehejahr erklären. Macht ihr mit?

Als ich meinem Mann meine Entscheidung mitteilte, dass ich 2019 zum Ehejahr erkläre, machte er große Augen und fragte: „Oh, muss ich da was für tun?“ Ich würde sagen, jeder macht so viel er möchte. Mir geht es nicht darum, was ich von meinem Partner einfordern kann oder möchte – da fällt einem spontan vielleicht schon etwas ein. Es geht mir vielmehr darum, was ICH für die Beziehung tun kann. Vielleicht sagt ihr euch, ich tu ja schon so viel, eigentlich wäre mein Partner dran. Mein Tipp: Schickt ihm/ ihr einfach einen Link von diesem Artikel. Vielleicht macht er/ sie ja mit?

Falls ihr euch fragt, was man denn tun kann: Ich habe ein gutes Buch gefunden, das ich zunächst als Grundlage verwenden werde. John M. Gottman und Nan Silver haben Ehepaare in ihrem Forschungslabor in Seattle beobachtet und daraus Handlungsprinzipien abgeleitet, die zum Gelingen der Ehe führen sollen. Eine gelingende Ehe bezeichnen sie dabei als stabil und glücklich machend. In „Die 7 Geheimnisse der glücklichen Ehe“ beschreiben sie die Forschungsergebnisse. Eine ihrer Thesen lautet: Besser geht immer.

Besonders gut gefällt mir an ihrem Ansatz, dass er nicht vorrangig bedürfnisorientiert ist. Viele Eheratgeber vermitteln den Eindruck: wenn du in der Ehe nur bekommst, was deinen Bedürfnissen entspricht, dann hält deine Ehe. Das halte ich für zu stark vereinfacht. Immerhin ist die Ehe kein Gemüseladen oder Bäcker, in den ich gehe und mir hole, was ich brauche, sondern eine Beziehung. Es ist zu einfach gedacht, dass es einen Menschen glücklich macht, wenn er nur bekommt, was seinen Bedürfnissen entspricht. Zum Anderen reicht es mir nicht, wenn meine Ehe einfach nur hält.

Gottman stellt Verhaltensweisen vor, die sich in der Ehe multiplizieren. Das bedeutet: wenn etwas reingespielt wird in die Ehe, wird es vom Anderen aufgegriffen und zurückgespiegelt. Aber ich greife schon zu weit vor.

Heute möchte ich einladen, mitzumachen, beim Jahr der Ehe. Wahrscheinlich weißt du ohnehin schon, was deiner Ehe gut tun würde? Ich möchte einladen zu einem Jahr der Achtsamkeit für die Ehe. Ich möchte es auch als Experiment sehen: Was passiert, wenn wir einfach einen Teil der Zeit, die wir in unser Hobby stecken, in unsere Ehe investieren? Was passiert, wenn wir einen Teil des Geldes in unsere Ehe investieren? Was kann mit unserer Ehe geschehen, wenn wir ihr in diesem Jahr nicht nur ideell, sondern faktisch den Vorrang geben, zumindest immer wieder mal?

Macht ihr mit?

Ich werde weiterhin Forschungsergebnisse präsentieren, im Folgenden eben Ergebnisse von Gottman und seinem Team.

Habt einen schönen Tag!

Lilli

 

 

Scheidung im Ausland – Forschungsergebnisse

Hattet ihr ein schönes Weihnachtsfest? Seid ihr noch in Weihnachtsstimmung? Ich möchte euch eure Weihnachtsstimmung wirklich nicht verderben, aber ich habe noch einige Untersuchungsergebnisse gefunden, die ich gerne im „alten Jahr“ lassen möchte. Vor diesem Artikel habe ich mich so ziemlich gedrückt. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, mit meinem Expatehe-Artikel immer am Freitag online zu gehen, aber dieses Mal fällt es mir irgendwie schwer, meine Abmachung mit mir selbst einzuhalten. Ich musste immer wieder inne halten, weil mich das, was ich gelesen habe, immer wieder sehr betroffen gemacht hat. Ich versuche es hier möglichst kurz und sachlich wiederzugeben.

Wer über die Ehe im Ausland redet, kommt nicht umhin, auch über Scheidungen zu reden. Nach all meinen Recherchen muss ich sagen, dass es keine Statistik zum Thema Scheidung gibt. Doch was nützt eine Statistik, die besagt, dass es nur zwei Prozent wären, wenn man eben zu diesen zwei Prozent gehört?

Die aktuellste Studie, die ich zum Thema Expatehe gefunden habe, setzt sich mit Gründen für Scheidungen von Expat-Paaren auseinander. Durchgeführt wurde die Untersuchung „Till stress do us part: the couses and consequenzes of expatriate divorce“ von Yvonne McNulty. McNulty stellt fest, dass der Auslandseinsatz signifikante Auswirkungen auf das Familiensystem hat. Sie spricht von Effekten, die sich auf die Einstellung und das Verhalten beider Partner auswirken können. Dazu möchte ich anmerken, dass McNulty hauptsächlich Scheidungen betrachtet, die während des Auslandseinsatzes stattfinden. Scheidungen, die im Anschluss an die Entsendungszeit stattfinden, werden nicht untersucht. In den von ihr verwendeten Fallbeispielen sind es meistens Frauen, die sich von ihren Männern trennen.

McNulty beschreibt den Prozess, der häufig im Vorfeld einer Scheidung zu bemerken ist, als einen Polarisationsprozess. Im Zuge dieses Prozesses werden Konfliktfelder verstärkt angesprochen. Es kommt zu einem schwarz-weiß-Denken und es gibt von zumindest einem der beiden Partner wenig bis gar keine Angebote zu Kompromissen. Eine mögliche Reaktionsweise auf ein derartiges Verhalten in der Partnerschaft ist ein Ausweichverhalten. Während ein Partner immer wieder Konfliktpunkte anspricht, weicht der andere aus, spielt die Konflikte herunter, um sie zu verdecken, und zeigt ausweichende Verhaltensweisen, wie beispielsweise Untreue, die Flucht in noch mehr Arbeit oder Alkohol.

Grundsätzlich führe nicht die Situation im Ausland zur Scheidung. Immer gehe es um mitgebrachte Schwierigkeiten, die sich aber im Ausland verstärken. Ein Katalysator für die mitgebrachten Probleme sieht McNulty in der zweigeteilten Lebensweise der Paare, die sich auch in einem starken Machtgefälle verdeutlichen lassen. Ein Partner hält meistens alle Karten in der Hand: Die Aufenthaltsgenehmigung, die Arbeitserlaubnis, Unterstützung im Job, die Unterbringung ist auf ihn geschrieben, alle Bank-Accounts laufen auf den Arbeitenden und es gibt Netzwerke zur beruflichen und sozialen Integration. Der nicht arbeitende Partner hat weit weniger von diesen Vorteilen, oft sogar nichts von den oben aufgezählten Punkten. Eine Scheidung im Expat-Kontext ist darum auch nicht das Ergebnis einer Wahl zwischen einer schlechten Möglichkeit (nicht tragbare Ehe) und einer besseren Alternative (Freiheit, Möglichkeit zum Neuanfang), sondern die Wahl zwischen zwei „worst-cases“. Im schlimmsten Fall bedeutet eine Scheidung für den nicht-arbeitenden Partner kein Zugriff auf die Konten, Verlust des Aufenthaltsrechts, Verlust der Wohnung und meistens Verlust des Sorgerechts und der Kinder.

Zusätzlich beschreibt McNulty die Expat-Situation als grundsätzlich stressbelastete Zeit. Unsicherheit, ein Mangel an Kontrolle und Ungewissheit seien prägende emotionale Grundstimmungen für beide Partner. Familienroutinen werden aufgebrochen und können nur bedingt fortgesetzt werden. Eingespielte Partner-Rollen werden in Frage gestellt und müssen neu gefunden werden. Wenn ein Partner seine Karriere aufgibt und sich im Ausland hauptsächlich um die Familie kümmert, der andere aber erst richtig mit der Karriere beginnt, müssen die Partner-Rollen neu ausgehandelt oder zumindest emotional verarbeitet werden. Zusätzlich unterliegt der Alltag im Ausland völlig anderen Gesetzmäßigkeiten und andere Prozesse bestimmen das Familienleben. Die Ehe kann in dieser Situation einen Halt bieten, sofern beide Partner über sinnvolle Strategien im Umgang mit Stress verfügen. Tun sie das nicht oder wird der Stress zu stark, können sich Ausgangskonflikte verschärfen, bis dahin, dass eben ein Polarisationsprozess in Gang gesetzt wird. Verhaltensweisen, die im Zuge eines Polarisatzionsprozesses auftreten sind unter anderem auch Untreue, exzessiver Alkoholkonsum, jegliche Form von Missbrauch, häufig Machtmissbrauch im familiären Umfeld, und Workoholismus als Form der Vertuschung der familiären Probleme. Dieses bringt zusätzlichen Stress, der sich über den Stress durch sich ändernde Familienroutinen, die Veränderung der Partner-Rollen sowie die Grenzen und Prozesse des täglichen Lebens im Ausland legen.

Weitere Einflüsse auf die Familien- und Paarkonstellation üben die kulturellen Gegebenheiten vor Ort aus. Der Umgang mit Alkohol und dem anderen Geschlecht werden als Problempunkte hervorgehoben. Was toleriert und erwartet wird, unterscheide sich vor allem in Afrika und Asien stark vom Heimatland (in der Untersuchung zumeist westliche Länder). Untreue und Alkoholmissbrauch werden häufig als Auslöser einer Scheidung gesehen, laut McNulty sind sie jedoch im Polarisierungsprozess nur zwei von vielen Aspekten. Sie plädiert dafür, den gesamten Polarisierungsprozess zu betrachten, wenn nach Unterstützungsmöglichkeiten gesucht wird.

McNulty fordert von dem entsendenden Unternehmen, dass es Verantwortung für die gesamte entsendete Familie übernimmt, bis die Familie wieder ins Heimatland zurückgekehrt ist. Es sollten zudem Informationen von Seiten des Unternehmens zur Verfügung gestellt werden, was auf das Paar zukommt, wie im Falle der Scheidung vorgegangen werden kann und welche Unterstützungsmöglichkeiten es im Gastland für die Ehe gibt.

Am Rande geht McNulty auch darauf ein, wie eine Ehe aussehen muss, dass der Auslandseinsatz für beide Paare gemeinsam gelingt. Sie zitiert einen Interviewpartner, der sagt: „You need a strong marriage to go in – and a husband with a strong character.“ (S. 24) Eine starke Ehe wird als Ehe beschrieben, in der sich die Partner gegenseitig in der Stressbewältigung unterstützen. Diese Ehen zeichnen sich dadurch aus, dass beide Partner bemüht sind, Zeit miteinander zu verbringen. Der arbeitende Partner  versucht möglichst wenig zu verreisen und verbringt seine freie Zeit überwiegend mit Familienaktivitäten. Es zeigt sich also, dass das von Susanne Neumann beschriebene Konzept (Living Apart Together, hier beschrieben), für eine Expatehe außerordentlich ungeeignet ist, wenn es darum gehen soll, die Ehe zu erhalten.

Mein persönliches Resümee: Ich freue mich, dass wir uns offensichtlich nicht in der Sackgasse des Polarisationsprozesses befinden, da wir in unseren Konflikten immer wieder zu einem Konsens oder zu Kompromissen finden. Und es tut gut zu lesen, dass ich nicht einfach nur eine gestresste Ehefrau bin, sondern dass unser Lebensstil tatsächlich in hohem Maß herausfordernd ist. In gewisser Weise ist das ja bereits eine Anerkennung nicht nur des arbeitenden Partners, sondern gerade auch der Leistung der mitreisenden Ehefrau. Und ich frage mich, inwiefern den Schwierigkeiten einer Ehe im Ausland vorbeugend und unterstützend begegnet werden kann. Denn offensichtlich werden die Schwierigkeiten nicht nur von einigen Expats so empfunden, sondern sie liegen als Untersuchungsergebnisse einer Studie vor.

Von Herzen wünsche ich euch ein schönes neues Jahr mit guten Momenten echter Begegnung, mit viel Gemeinsamkeit und Zweisamkeit, die euch und eurer Beziehung gut tut und Kraft gibt, wo auch immer ihr sie braucht.

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Kommt gut ins neue Jahr!

Eure Lilli